Moderne Behandlungsmethoden bei der Wurzelbehandlung

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Ein unverzichtbares Hilfsmittel für die Wurzelbehandlung ist das Dentalmikroskop. Durch die Vergrößerung bis auf das 25-fache und die gute Ausleuchtung können sehr enge oftmals auch zusätzliche Wurzelkanäle diagnostiziert und behandelt werden. Nur die Aufbereitung und Desinfektion aller Wurzelkanäle sichert den langfristigen Erhalt des behandelten Zahnes.
Zu Beginn der Behandlung wird der betreffende Zahn örtlich betäubt. Dies garantiert eine völlig schmerzfreie Therapie.
Danach müssen alle Füllungen und die durch Karies geschädigte Zahnhartsubstanz entfernt werden. Die fehlenden Außenwände des Zahnes werden durch einen Kunststoff bakteriendicht wieder aufgebaut (Präendodontischer Aufbau).
Durch ein Gummituch (Kofferdam) wird der Zahn aus der Mundhöhle isoliert. Somit kann bakterienbeladener Speichel nicht in das Zahninnere eindringen.
Mit speziellen Diamant- und Hartmetallinstrumenten werden unter Sicht des Dentalmikroskopes alle Wurzelkanaleingänge freigelegt.
Wurzelkanäle können zum Teil extreme Krümmungen aufweisen, was die Aufbereitung erheblich erschwert. Mit Hilfe hochelastischer Nickel-Titan-Instrumente können auch solche Zähne behandelt werden. Dabei ist äußerst vorsichtig vorzugehen, da diese Instrumente recht bruchanfällig sind. Zur Reduzierung des Bruchrisikos kommen bei uns trotz erheblicher Kosten von ca. 100 Euro nur neue Instrumente zur Anwendung.
Mitentscheidend für den langfristigen Erfolg einer Wurzelbehandlung ist eine gründliche Reinigung und Desinfektion. Dafür verwenden wir verschiedene Spüllösungen, die durch Ulltraschallinstrumente in Schwingung versetzt werden. Dies erhöht die Desinfektionsleistung erheblich und ist somit für jede Wurzelbehandlung obligatorisch.
Für eine korrekte Behandlung ist es wichtig, die genaue Länge der Wurzelkanäle auszumessen. Dies erfolgt in erster Linie mit einem Gerät, welches über Widerstandsmessung elektrometrisch die Länge bestimmt.
Zusätzlich müssen jedoch auch Röntgenbilder angefertigt werden. Dabei beschränken wir die Anzahl der Bilder auf das Nötigste. Dennoch können bis zu 5 Aufnahmen je Behandlung notwendig werden. Um das Strahlenrisiko möglichst gering zu halten, verwenden wir nur digitale Verfahren mit Röntgensensoren, die eine viel geringere Strahlendosis als konventionelle Röntgenfilme benötigen. Die Bildqualität und damit der diagnostische Wert sind zudem deutlich höher.
Für eine gezielte Behandlungsplanung bei unsicherer Diagnose steht uns ein DVT-Gerät (Veraviewepocs F40, Morita) zur Verfügung, welches hochauflösende dreidimensionale Darstellungen ermöglicht.
Nach der vollständigen Aufbereitung und Desinfektion werden alle Wurzelkanäle mit einem kautschukähnlichen Material (Guttapercha) gefüllt. Die Guttapercha wird dabei mit einem speziellen Gerät erweicht und unter Druck in alle Bereiche des Kanalsystems verpresst. Somit verbleiben weniger Hohlräume als bei konventionellen Fülltechniken. Eventuell verbliebene Bakterien können sich so nicht weiter ausbreiten und das Risiko für eine erneute bakterielle Besiedlung wird minimiert.
Oberhalb der Guttaperchafüllung wird der Zahn mit einer klebenden Kunststofffüllung versorgt und damit auch stabilisiert.
Zur Vermeidung von Zahnlängsbrüchen ist in den meisten Fällen eine Überkronung des Zahnes indiziert.

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